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ULF Vechta: Möglicher Neubau für die Naturwissenschaften

04. Februar 2026 - Vechta

Offizialat und Liebfrauenschule sind vorbereitet

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So könnte der Neubau aussehen.

Ein neues Zentralklinikum kann die Gesundheitsversorgung für Vechta und die Region sichern. Wenn die erwartete Finanzierungszusage des Landes Niedersachsen für das Krankenhaus erfolgt, wird das Projekt Auswirkungen auf die Liebfrauenschule in Vechta (ULF) haben. Ein Teil des neuen Krankenhauses soll auf dem Schulgelände entstehen, dafür müsste ein Gebäude rückgebaut werden. Das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) plant dann einen Neubau für die Naturwissenschaftsräume auf dem Gelände der Liebfrauenschule.

„In den vergangenen Monaten wurden Varianten geprüft, jetzt haben wir uns für eine gute Lösung entschieden und treiben dafür die Planung voran“, berichtet Dr. Alexander Schmitt, BMO-Finanzdirektor. Es gehe darum, schnell eine Lösung umsetzen zu können und den Schulalltag weitgehend ungestört fortzuführen. „Wir konkretisieren das Vorhaben bereits jetzt, um nach entsprechenden Entscheidungen des Landes schnell handeln zu können“, erklärt Schmitt. „Die Liebfrauenschule ist modern und attraktiv, das soll auch künftig so sein“, sagt er.

„Die Naturwissenschaftsräume am ULF sind vor wenigen Jahren saniert worden“, erklärt Schmitt. Auch der notwendige Neubau wird modernen technischen und pädagogischen Standards entsprechen. Zudem werde man möglichst große Teile der hochwertigen Ausstattung weiternutzen. „Zum Beispiel sind die Räume so geplant, dass man die sehr gute Labortechnik übernehmen kann“, erläutert Schmitt. Der neue Naturwissenschaftstrakt soll in der Nähe des aktuellen Gebäudes entstehen und nutzbar sein, bevor der Rückbau des Bestandsbaus ansteht.

Ein beauftragtes Architekturbüro arbeitet an den Entwürfen in enger Abstimmung mit der Schule und den anderen beteiligten Institutionen. Das Büro hat bereits ein Gebäude an der Liebfrauenschule in Cloppenburg errichtet, das 2025 eingeweiht wurde und an dessen Konzept und Bauweise sich die Pläne für Vechta orientieren. „Derzeit werden die Skizzen vervollständigt, dann werden wir die Gremien einbinden“, kündigt Schmitt an. 

Geplant ist ein Gebäude mit einer Bruttogrundfläche (alle Geschosse) von ca. 1.250 m². Die vorgefertigte Holzrahmenbauweise ermöglicht schnelles Bauen mit einer hohen Ausführungsqualität. Zum Einsatz kommen nachhaltige und recycelte Baustoffe. Für das Dach ist ein Gründach (Schwammdach) geplant, zudem sollen Photovoltaik-Module verbaut werden. Optisch wird sich das Gebäude der Umgebung anpassen. „Die Schülerinnen könnten sich auf lichtdurchflutete und gut belüftete Unterrichtsräume freuen, große Glasflächen machen dies möglich“, führt Schmitt aus. Für alle Etagen sei eine inklusive Erschließung vorgesehen.

Zusätzlich ist vorgesehen, mehr Flächen für die Schülerinnen zu schaffen, indem ein Teil des ehemaligen Schwesterngartens dem Schulhof zugeordnet und dafür geöffnet wird. Eine neue Schulhoffläche soll im südlichen Bereich des Areals an der Marienstraße geschaffen werden: Hier bekommen die Schülerinnen Platz für Arbeitsgemeinschaften, das Lernen im Freien (Grünes Klassenzimmer) oder einfach zum ausgelassenen Toben. „So entsteht eine moderne, zeitlose und nachhaltige Lernumgebung, die höchsten Ansprüchen an das Lehren und Lernen in Zukunft gerecht wird“, beschreibt der beauftragte Architekt Michell Otto.

Johannes Hörnemann