Ehrenamtliche Kirchenmusiker werden durch das Bischöflich Münsterschen Offizialat für ihre Tätigkeit qualifiziert. Dazu gehört eine professionell und ortsnah gestaltete Ausbildung in Orgelspiel, Chorleitung und Gesang.
Einen wichtigen Meilenstein meisterten Elisabeth Wichmann und Pablo Penayo aus Vechta. Erfolgreich legten sie mit einer praktischen Prüfung ihr Chorleitungsexamen ab. Unter den kritischen Augen und Ohren der Prüfungskommission wurden sie unter anderem in dreißigminütigen Praxiseinheiten bewertet. Prüfer waren ihre Ausbilder, die Kirchenmusiker Manuel Uhing und Robert Perntpeintner sowie Kirchenmusikdirektor Thorsten Konigorski. Den Übungschor bildeten unter anderem die anderen angehenden Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker. Neben Aufwärmübungen und Proben mit den einzelnen Stimmen von Sopran bis Bass wurde auch das Dirigat des vierstimmigen Satzes unter Beweis gestellt und anschließend kritisch mit Dozenten und Mitstudenten reflektiert. Dazu gehörte es auch, dass die Absolventen die jeweiligen Lagen vorsingen und die Sängerinnen und Sänger loben, verbessern und im Gesang zu einem Chor formen mussten. „Mich freut die große Entwicklung, die die beiden nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich gemacht haben“, lobte Ausbildungsleiter Konigorski im Anschluss die Probanden.
Wenn auch die weiteren Prüfungen bestanden sind, erhalten neben Elisabeth und Pablo auch Johannes Riemann aus Vechta und Dirk Krämer aus Oldenburg nach zwei Jahren das C-Examen. Damit können sie nebenberuflich Gottesdienste musikalisch gestalten und Chöre leiten. Der Kurs kombiniert praktische und theoretische Lerninhalte: Während der Schulzeit erhalten die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer Einzelunterricht an der Orgel durch hauptberufliche Kirchenmusiker. Daneben gibt es innerhalb der Veranstaltungszeit der Universität Vechta donnerstags Gruppenunterricht. Hier liegt der Fokus auf Chorleitung, liturgischem Gesang, Musiktheorie und Gehörbildung. Der neue Jahrgang beginnt jetzt. Einige Interessierte können sich noch kurzfristig für einen Platz qualifizieren.
Johannes Hörnemann

